Wie geht’s zu Fuß besser voran?

Wir wollen eine neue Gestaltung der Verkehrsregeln und der Infrastruktur, damit es für Fußgänger:innen sicherer und angenehmer wird. Dafür setzen wir uns in der Bundespolitik und der Kommunalpolitik ein. Gemeinsam können wir am besten die Herausforderungen identifizieren. Daher haben wir im Frühling 2021 unsere „Kiel zu Fuß“-Aktion gestartet. Sechs Wochen lang sind die Kielerinnen und Kieler ab dem 1. April aufgerufen, uns zu schreiben, welche Probleme ihnen auf ihren Fußwegen begegnen und welche Verbesserungsideen sie haben.

Unser Anliegen

Mit unserer Initiative „Kiel zu Fuß – Wie geht’s besser voran?“ wollen wir Bundestag und Rathaus zusammenbringen, um die notwendigen Veränderungen auf unterschiedlichen politischen Ebenen gemeinsam zu betrachten und voranzubringen. Dafür setzen wir auf eine möglichst breite Beteiligung, denn nur so können alle Aspekte berücksichtigt werden. Bei Diskussionen um die Reduzierung von schädlichen Emissionen taucht immer wieder die Bedeutung des Fahrradverkehrs und des Öffentlichen Nahverkehrs auf. Wege zu Fuß werden aber oft vernachlässigt – zu Unrecht, schließlich legen wir Kieler:innen 30% unserer Wege zu Fuß zurück. Kiel hat also das Potenzial auch eine Stadt der Fußgänger:innen zu sein.

Wir interessieren uns genauso für konkrete Problemstellen wie für strukturelle Vorschläge. Ihre Erfahrungen sind eine wichtige Perspektive! Sie alle werden wir auswerten und erneut diskutieren. Danach wollen wir konkrete Maßnahmen beschließen und weitereichende Forderungen aufstellen. Mängel an Kieler Fußwegen werden wir außerdem an die Stadtverwaltung weiterleiten, Sie können diese aber auch online direkt bei der Stadt melden.

Geld und Personal der Stadt sind leider begrenzt: es wird nicht alles sofort umgesetzt werden können. Und manchmal wird es sicher auch einen langen Atem brauchen, bis in den politischen Gremien genug Menschen von der Notwendigkeit von Änderungen überzeugt sind. Aber wir sind davon überzeugt, dass es sich lohnt, weil wir so mehr Menschen selbstbestimmte Mobilität ermöglichen, für mehr Lebensqualität in den Städten sorgen und wie nebenbei das Klima schützen können.

Mathias Stein ist für den Wahlkreis Kiel, Altenholz & Kronshagen Mitglied des Bundestages, Mitglied im Verkehrsausschuss und Berichterstatter der SPD-Fraktion für Fußverkehr. Er setzt sich in Berlin für eine Änderung der Rahmenbedingungen, zum Beispiel in der Straßenverkehrsordnung, ein, um die täglichen Fußwege sicherer und attraktiver zu machen. Die Koalition hat schließlich vereinbart: Mobilität ist eine zentrale Grundlage für individuelle Freiheit. Wir wollen deshalb für alle Menschen in Deutschland eine moderne, saubere, barrierefreie und bezahlbare Mobilität organisieren und dabei die gesellschaftlichen Herausforderungen, wie den demographischen Wandel und die Urbanisierung, meistern. Der demographische Wandel bedingt vor allem den Aufbau einer seniorengerechten Infrastruktur in unseren Kommunen. Erfahren Sie hierzu auch mehr auf www.mathias-stein.de

In der SPD-Ratsfraktion engagieren sich gut zwei Dutzend Kieler:innen ehrenamtlich in der Kommunalpolitik. Sie beschließen Budget und Zeitpläne für Straßenbaumaßnahmen in unserer Stadt. Im Kooperationsvertrag mit den Grünen und der FDP haben wir vereinbart: Um die Aufenthaltsqualität für Fußgänger:innen zu erhöhen, sollen sie mehr Platz erhalten. Dazu wollen wir attraktive Plätze und durchgehend komfortable Wegeverbindungen schaffen. Zur Erhöhung der Sicherheit sollen spezielle Schulwegkampagnen sowie daran angepasste Straßenbeleuchtung angeregt und umgesetzt werden. Erfahren Sie hierzu auch mehr auf www.spd-fraktion-kiel.de

Gehen ist die natürlichste Form der Mobilität – man braucht keine Fahrkarte oder Führerschein, kein technisches Gerät. Viele Menschen können sich nur auf dem Gehweg selbständig fortbewegen: Kinder und Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die nicht mit dem Rad oder Auto fahren können oder kein Geld für den Bus haben. Fußgänger:innen müssen in den Städten mehr Platz bekommen.

Mehr interessante Seiten zu diesem Thema finden Sie hier:
+ Analyse Mobilitätsverhalten in Kiel
+ Blogbeitrag „Immer wieder schön – Kiel zu Fuß“

Ihre Anregung

Verraten Sie uns hier, wie Sie Kiel zu Fuß heute erleben und welche Wünsche Sie haben. Diese können sich auf eine konkrete Problemstelle beziehen oder allgemeine Beobachtungen sein. Alle Anregungen werden anonym auf dieser Seite veröffentlicht und nach der Auswertung in unsere Arbeit aufgenommen oder an passende Stellen weitergegeben.

Falls zur Erklärung Ihrer Anregung Fotos oder Zeichnungen notwendig sind, schicken Sie uns diese bitte in einer Email.
Wenn Sie uns Ihre Adresse hinterlassen, schicken wir Ihnen nach Auswertung aller Anregungen eine Übersicht und die Einladung zur Auswertungsveranstaltung zu.

Neueste Anregungen

Äste ragen in den Gehweg: Holtenau – und in vielen anderen Stadtteilen

Büsche und Bäume ragen in die Fußgängerwege und verengen dadurch den ohmehin oftmals geringen Wegraum . Die ist insbesondere in kleineren Fußgänger-Durchgängen misslich, jedoch auch auf Fußwegen. Manchmal ragen sogar dornige Pflanzen in Kopfhöhe in den Weg, etwa in der viel begangenen Kanalstraße.

Zusätzliche Gehwege: Hassee

Ein weniger wichtiges Anliegen und eher Wunschdenken:es wäre schön, wenn man von der Hamburger Chaussee einen Zugang zu dem Wanderweg zw. Hamburger Chaussee und Rendsburger Landstr. hätte. Evtl. so in der Nähe von der Einmündung Hammerbusch.So würden mehr Fußgänger durch den Grünabschnitt gehen und damit die Wege an der Hamburger Chaussee entlasten.Über den Kiesgrubenweg ist …

Ein Abschluss

Im Aktionszeitraum vom 1. April bis 13. Mai 2021 sammeln wir Ihre Anregungen, welche für Fußgänger:innen schwierigen Stellen es in Kiel gibt und was sich grundsätzlich ändern muss, damit wir alle uns zu Fuß wohler fühlen.

Nach der Auswertung werden wir die Ergebnisse Anfang Juni im Rahmen einer Veranstaltung vorstellen und diskutieren.

Auf dieser Seite können alle Anregungen weiter eingesehen werden, außerdem stellen wir die strukturierten Erkenntnisse und daraus resultierende Forderungen dar.